Notizen aus der Provinz http://notizenausderprovinz.blogsport.de Gedanken zu Kunst, Kultur und Politik in Kaiserslautern und darüber hinaus.... Sat, 26 May 2018 14:24:03 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Impressum /DSVGO – Datenschutzerklärung http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2018/05/26/impressum-dsvgo-datenschutzerklaerung/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2018/05/26/impressum-dsvgo-datenschutzerklaerung/#comments Sat, 26 May 2018 14:24:03 +0000 Administrator Impressum / DSGVO - Datenschutzerklärung http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2018/05/26/impressum-dsvgo-datenschutzerklaerung/ Datenschutzerklärung

Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend kurz „Daten“) innerhalb unseres Onlineangebotes und der mit ihm verbundenen Webseiten, Funktionen und Inhalte sowie externen Onlinepräsenzen, wie z.B. unser Social Media Profile auf (nachfolgend gemeinsam bezeichnet als „Onlineangebot“). Im Hinblick auf die verwendeten Begrifflichkeiten, wie z.B. „Verarbeitung“ oder „Verantwortlicher“ verweisen wir auf die Definitionen im Art. 4 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Verantwortlicher

Carsten Ondreka
Feiningerstr.7
67657 Kaiserslautern / RLP / D
E-Mailadresse: c.ondreka@posteo.de
Geschäftsführer/ Inhaber: siehe oben

Arten der verarbeiteten Daten:

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- Nutzungsdaten (z.B., besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten).
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Kategorien betroffener Personen

Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“).

Zweck der Verarbeitung

- Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte.
- Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern.
- Sicherheitsmaßnahmen.
- Reichweitenmessung/Marketing

Verwendete Begrifflichkeiten

„Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.

„Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten.

„Pseudonymisierung“ die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden.

„Profiling“ jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen.

Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.

„Auftragsverarbeiter“ eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.

Maßgebliche Rechtsgrundlagen

Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.

Sicherheitsmaßnahmen

Wir treffen nach Maßgabe des Art. 32 DSGVO unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.

Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).

Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten

Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.).

Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.

Übermittlungen in Drittländer

Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).

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Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.

Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.

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Widerspruchsrecht

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Kommentare und Beiträge

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Erstellt mit Datenschutz-Generator.de von RA Dr. Thomas Schwenke

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SchwarzWeiss-Lautern http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/11/24/schwarzweiss-lautern/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/11/24/schwarzweiss-lautern/#comments Fri, 24 Nov 2017 15:11:55 +0000 Administrator Allgemein K.U.N.S.T. http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/11/24/schwarzweiss-lautern/ Neue Fotoreihe mit Schwarz-Weissfotografien aus KL, November 2017

Alle Fotos von mir und lizensiert nach CC BY-NC-SA 4.0

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OFF LIMITS: Die Initiative „Offene Gesellschaft“ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/06/16/off-limits-die-initiative-offene-gesellschaft/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/06/16/off-limits-die-initiative-offene-gesellschaft/#comments Fri, 16 Jun 2017 21:42:43 +0000 Administrator Allgemein Stadtpolitik / Kultur u. Medienkritik http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/06/16/off-limits-die-initiative-offene-gesellschaft/ „Was ich nicht ertrage, ist die Unschuld der Menschen“ (Heiner Müller)

Am 17.06.2017 sollen bundesweit überall Menschen zusammenkommen um für eine „Offene Gesellschaft“ zu werben. Die meisten derer, die im Vorfeld dafür ihre Stimme erheben sind sogar der Meinung, dass wir in einer „Offenen Gesellschaft“ leben und diese gegen Rechtspopulisten und Neo-Nationalisten verteidigt werden muss.

Doch was heißt „Offene Gesellschaft“ eigentlich und für wen ist sie offen? Für den afghanischen Geflüchteten, der nach seinem Interview bei der zuständigen Behörde mitgeteilt wird, dass sein Antrag auf Asyl abgelehnt wurde? Für den arbeitslosen Jobcenter-Kunden, der weil er sich gegen eine unsinnige Maßnahme wehrt, das ihm zustehende Existenzminimum um 30% gekürzt bekommt und noch weniger als vorher am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann? Die mittlerweile massenhaft prekär Beschäftigten, die um ihre grundlegendsten Bedürfnisse zu finanzieren zusätzlich Sozialleistungen beziehen und sich vor den Jobcentern nackisch machen müssen?
Das sind nur wenige Beispiele und noch nicht mal die verhehrensten Ungerechtigkeiten, die sich eine der reichsten Gesellschaften dieses Planeten leistet. Die Zahl der Obdachlosen steigt weiterhin, hunderttausende sind auf der Suche nach bezahlbaren Wohnraum. Weiteres ist im Armuts und Reichtumsbericht, den die hiesige Regierung vorzensiert vorgelegt hat nachzulesen. Für diese Menschen ist diese Gesellschaft nicht offen.

Kein Problem?

„Deutschland ist eines der reichsten, sichersten und attraktivsten Länder der Welt. Dass es auch hier eine Menge zu kritisieren, verbessern, modernisieren gibt, ist keine Frage und auch kein Problem…“ (aus den 10 Thesen der Initiative “ Die Offene Gesellschaft“)

„…die Offene Gesellschaft hat in Europa eine Infrastruktur. Sie ist nicht perfekt, aber auch nicht nackt und wehrlos. Europa ist zusammengeflochten durch Institutionen, Verträge, Meetings, Vereine, Verbände, Autobahnen, EasyJet, Handel, Banktransfers, die Champions League und Eurovision. Solch ein Geflecht hält eine Weile, auch bei schlechtem Wetter.“ (von Andre Wilkens, Mitbegründer der Initiative „Die Offene Gesellschaft“, text)

Für die oben beschriebenen Menschen klingen solche Worte wie reiner Hohn bzw. wie eine Ausgeburt bürgerlicher Ignoranz. Wer sich ein bißchen genauer in den Publikationen der Initiative umschaut, sieht wo diese herrührt. Immer wieder taucht der bürgerliche Philosoph Karl Popper auf, der in seinem, von unterschiedlichster Seite hochgelobten Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ eine aufgeklärte Form bürgerlicher Herrschaft begründet in dem er die Feinde eindeutig auf totalitäre Regime wie Faschismus und Kommunismus reduziert. Abgesehen davon, dass diese Gleichsetzung, die in diesem Staat zur Doktrin erhoben wurde in die Irre weist, lenkt sie von den grundsätzlichen Problemen der Gesellschaft ab und ignoriert die Tatsache, dass die Zahl der Menschen, die aus dieser sog. Offenen Gesellschaft ausgespieen werden immer weiter steigt.

Ähnliche Steigerungsraten verzeichnen nur die Konten von den wenigen, die im Moment von dieser Situation profitieren. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Doch dieser Fakt taucht, wenn dann nur in dem oben genannten Zitat aus dem Thesenpapier jener Initiative auf. Aber das scheint ja kein Problem zu sein.

Dieses Problem haben die Protagonist*innen der Initiative auch nicht, denn sie setzen sich aus den Teilen der bürgerlichen Gesellschaft zusammen, die andere – weniger existenzielle – Sorgen haben, wie jene Menschen die Arbeit oder für sie bezahlbaren Wohnraum suchen. Schlimmer noch: Sie verstehen sich nicht einmal als Profiteure eines ausgrenzenden Systems, das sich bürgerliche Demokratie nennt und auf kapitalistischer Ausbeutung beruht. Sie machen sich zum Helfershelfer einer Spielart des Populismus, der geflissentlich ignoriert wird:

Liberaler Populismus

Im Gegensatz zum rechten Populismus, der sich auf den sog. Willen des Volkes und der Nation gründet ist der liberale Populismus einer des Marktes, der sich u.a. in der Politik der Alternativlosigkeit einer Angela Merkel oder Wolfgang Schäuble beweist. Ob es nun die Bankenrettung, die EU und deren Austeritätspolitik war und ist. Oder das kritiklose Hochjubeln eines Macron in Frankreich. Alle diese Entscheidungen sind gegen die Interessen der Bevölkerung durchgesetzt bzw. beklatscht worden. Die bürgerlichen Medien, aber auch jene Parteien, die sich als Garanten einer offenen Gesellschaft sehen spielen dieses Theater mit, das für Millionen von Menschen, nicht nur in Deutschland jene prekären gesellschaftlichen Bedingungen hervorbringt, die den Ausschluss eines nicht geringen Teils der Bevölkerungen zur Folge haben.

Die 2te Komponente des liberalen Populismus: „Die erste besteht darin, die Wahrheit des Kapitals zu vertreten, die zweite darin, sich ständig auf die Moral zu berufen. Alle ursprünglich humanistischen Werte wie Gleichberechtigung, Würde des Menschen usw. werden komplett vereinnahmt und zur Aura der politischen Aussage gemacht. Die Aussagen der liberalen Populisten erscheinen daher nicht nur als an und für sich wahr, sondern darüber hinaus auch noch als an und für sich gut. Das ist eine Doppelstrategie gegen die man nur noch ganz schwer ankommt. Denn jeder, der sie kritisiert, gerät in die Gefahr, sofort als Populist beschimpft zu werden. Das heißt: Er wird bezichtigt, eine wahrheitswidrige Position zu vertreten und außerdem noch unmoralisch zu sein. Dabei wird vergessen, dass die in Anspruch genommenen liberalen moralischen Werte in ihr Gegenteil verkehrt werden, wenn sie in einer durch und durch neoliberal verfassten Gesellschaft gelebt werden sollen. In diesem Zusammenhang ist die Einzigartigkeit des Subjekts nicht mehr die Voraussetzung für individuelles Lebensglück, sondern für eine gesteigerte Form der Ausbeutung. Wenn jemand in der Flüchtlingsdebatte sagt: Ich mache mir Sorgen, meinen Job zu verlieren (…), dann wird u.a. von der Seite der Grünen immer sofort attestiert, dass es sich um Hysterie, um eine übertriebene Form der Angst handele, die keinen Halt in der Realität habe und deren Gründe sich daher auf gar keinen Fall verallgemeinern ließen. Man unterstellt, dass es sich dabei um eine individuelle Form des Pathologischen handele. Anstatt diese Ängste als einen Hinweis darauf zu nehmen, dass die gegenwärtige neoliberale Politik auch Verlierer hervorbringt, werden sie nicht als berechtigte Ansprüche einer bestimmten Klasse verstanden, sondern individualisiert und pathologisiert.“ (Bernd Stegemann, jW vom 14.06.2017)

Dies begründet bürgerliche Herrschaft und die Stabilisierung kapitalistischer Bedingungen mit all ihren Konsequenzen. Eine von vielen ist, das sich viele Menschen nicht mehr an Wahlen beteiligen, da sie sich selbst nicht mehr durch Politik und andere gesellschaftliche Gruppen vertreten fühlen. Dies alles moralisch aufzuwerten und die Verteidigung des Bestehenden gegen nationale Ideologen in den Fokus zu stellen erreicht eher das Gegenteil dessen, was Ziel der Veranstaltung sein soll.

Wer dies ignoriert, trägt zumindest indirekt dazu bei, das einige dieser Menschen ihr Heil im Nachbeten rechtspopulistischer Stimmungsmacher suchen. Ihr nach unten treten gegen Migrant*innen und Geflüchtete vollzieht oftmals nur ihre Erfahrungen in der bürgerlichen Gesellschaft, in den Jobcentern, bei der Suche nach Arbeit und/oder Wohnung, beim zweifelhaften Genuss unserer Medienangebote etc. nach. Die wenig inklusiven Bildungsmöglichkeiten in diesem Land tragen dazu bei, das sich daran nichts ändern kann.

Was wir brauchen sind Initiativen für eine freie bzw. sich selbst befreiende Gesellschaft, die Missstände benennt und Wege der Überwindung sucht, aufgreift und schlußendlich auch die Chuzpe hat für dieses Ziel zu kämpfen.

Zum Schluss noch ein besonderes Bonmot zu dem Aufruf in Kaiserslautern: Das Werbeblättchen Wochenblatt Kaiserslautern, dass durchaus noch über einen meinungsstarken redaktionellen Teil verfügt und zu den Kaiserslautrer Aktionen der Initiative „Die offene Gesellschaft“ mitaufruft, schaffte es in jener Ausgabe vom 18.05.2017 in der sie auf der ersten Seite ihre Mitwirkung benennt und das Ganze vorstellt, auf der zweiten Seite eine bezahlte Veranstaltungsankündigung der AfD-Fraktion des Landtags RLP abzudrucken. So sieht Offenheit nach allen Seiten aus. Hauptsache die Kasse stimmt.

#kaiserslautern #dieoffenegesellschaft #populismus #liberalismus #armut #kapitalismus

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MUSEUMSBESUCH: „Beat Generation“ + „Black Matters“ im ZKM/KA http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/04/02/museumsbesuch-beat-generation-black-matters-im-zkmka/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/04/02/museumsbesuch-beat-generation-black-matters-im-zkmka/#comments Sun, 02 Apr 2017 13:44:55 +0000 Administrator Allgemein K.U.N.S.T. http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/04/02/museumsbesuch-beat-generation-black-matters-im-zkmka/ Ich war mal wieder im Museum. Diesmal führte mich der Weg nach Karlsruhe. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies erst mein erster Besuch im ZKM war, aber Karlsruhe ist ja auch nicht gerade um die Ecke. Das ZKM ist in einer alten Munitionsfabrik untergebracht. Eine Tafel am Eingang erinnert an die Ausbeutung von Zwangsarbeitern während des NS.

Der Ausbau ist meisterlich gelungen. Gerade im Eingangsbereich, sowie in den im Moment ungenutzten Bereichen ist zu sehen, wie es den Architekten die alten Hallen in ein vom einströmenden Licht durchflutetes offenes Gebäude zu gestalten das alt und neu verbindet.

Für relativ geringen Eintritt ist dort aber auch wirklich einzigartiges zu sehen. (Tipp: Freitag ab 14Uhr ist freier Eintritt)

Der Besuch reduzierte sich auf zwei Ausstellungen. Im Hause ist noch viel mehr zu sehen und zu entdecken. Doch jene 2 waren so vielseitig und auch umfangreich, dass Sie einen allein schon an den Rand der Aufnahmefähigkeit gebracht haben. Beide sind sehr empfehlenswert.

Hier einige Eindrücke und weitere Informationen:

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BEATGENERATION

Die erste Ausstellung war eine Reise durch die verschiedensten Schaffensphasen der Protagonist_innen der Beatnik-Bewegung zwischen Textproduktion, Musik & Poetry, Bildern und Collagen, die Einzeln oder auch gemeinsam geschaffen wurden. Eine große und exquisite Auswahl an Filmen und Filmexperimenten etc. Viele Kunsttechniken, die in den Reihen der Beatniks entwickelt wurden, werden erklärt oder klären sich durch die Auswahl von Ausstellungsstücken und Textbeiträgen(die teilweise wie Fahnen das Ausstellungsgelände eingrenzen) von selbst. Geordnet ist die Ausstellung nach den verschiedensten Orten, die damals Reiseziel, Exil, Fluchtpunkt und kreative Aufladestationen der Künstler waren, wie NYC, Tangier, Paris, Mexico.

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Die in Kooperation mit dem Centre Pompidou Paris präsentierte Ausstellung »Beat Generation« wurde vom Kunst- und Kulturforum »Hyperallergic« unter die »Best of 2016: Our Top 15 Exhibitions Around the World« gewählt!
Bereits in den letzten Jahren widmete sich das ZKM ihren leitenden Figuren, wie William S. Burroughs (»The Name Is BURROUGHS. Expanded Media«, 2012) oder Allen Ginsberg (»Beat Generation. Allen Ginsberg«, 2013). In dieser neuen Ausstellung wird nun erstmals ein Überblick über die literarische und künstlerische Bewegung geliefert, die Ende 1940er Jahre entstanden ist. Wurden damals die »Beatniks« als subversive Rebellen betrachtet, so werden sie heute als Akteure einer der wichtigsten kulturellen Richtungen des 20. Jahrhunderts wahrgenommen.

BLACK MATTERS

Black Matters machte mir einen Künstler bekannt, den ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, aber der durch seine Verbindung verschiedenster Kunstformen und politischen Aktivismus das gelebt hat, was Kunst an sich auszeichnen sollte. Gelebte und auf Freiheit gerichtete Kreativität. Mehr dazu hier.

Das Motto „Black Matters“ ist überals seh, hör und spürbar. Die manifesten großflächigen Bilder, seine Dia-Experimente und kleine bis sehr große raumfüllende Videoprojektionen, die so stark und eindrücklich sind, das sie die Wahrnehmungs und Aufnahmefähigkeit der Besucher_innen zumindest an den Rand des Möglichen treibt. Teilweise sehr abstrakt und experimentell aber doch durch eine Erdung in Form von Zeitdokumenten versehen. Dazu einige (fast zuviele Videos) die seine damalige Arbeitsweise nachvollziehbar machen.

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»Black Matters« ist die erste umfassende Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Aldo Tambellini, der zu den Pionieren der Intermedia Art der 1960er und 1970er Jahre gehört
Aldo Tambellini (*1930 in Syracuse, NY, USA) lebt und arbeitet in Cambridge. Mit Otto Piene gründete er 1967 das »Black Gate Theatre«, das erste »Electro-Media«-Theater in New York.
Die Ausstellung »Black Matters« unternimmt eine Reise durch Tambellinis produktivste, energetisch aufgeladenste und vielseitigste Periode (1960–1980). Sie erkundet seine Gemälde und seine multimediale Praxis, welche Lumagramme (handbemalte Dias), Videos, Videogramme, Malereien, Fotografien, Installationen und Filmwerke umfasst. 

Der Werkkomplex, der im ZKM in der ersten großen Einzelausstellung des Künstlers gezeigt wird, wird als Manifest für eine organische Verbindung zwischen Malerei, Skulptur, Fotografie, Bewegtbildinstallation, kinetischer Kunst und Performance begriffen. Seine Vision umfasst alle Implikationen der zeitgenössischen Medien und begreift ihr Potential als linguistische, künstlerische und soziale Werkzeuge. Ziel der Ausstellung ist es auch, Tambellinis frühen Werke der 1950er-Jahre gemeinsam mit bisher nicht gezeigten Arbeiten seiner New Yorker Periode, die durch ihren künstlerischen Ausdruck seinen politischen Aktivismus und seine politische Philosophie demonstrieren, sowie Filme und Videos, die den Erfolg des Künstlers in den 1960er und 1970er Jahren kennzeichnen, zu präsentieren. Unter seinen unveröffentlichten Arbeiten wird es eine Sektion geben, die sich seinen Experimenten und seinen Projekten am MIT – wie etwa dem Netzwerk »Communicationsphere« – widmet.
Am Ende der Reise durch die Entwicklung Tambellinis künstlerischen Lebens wird eine ortsspezifische Installation gezeigt, die aus Anlass der Retrospektive am ZKM in Auftrag gegeben wurde. Die neue Multimedia-Installation wird sechzig Jahre später erneut Tambellinis künstlerische Kreativität und sein aktuelles politisches, wie philosophisches Unterfangen präsentieren: Schwarz spielt eine Rolle, »Black Matters«.

Aldo Tambellini – NO NAME FILM 1 – Live performance by Alyse Lamb from NITEHAWK SHORTS FESTIVAL on Vimeo.

Alle Bilder sind CC lizensiert:
cc.png

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Die Lautertalbrücke – Zur Diskussion über einen Betonpfosten http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/01/03/die-lautertalbruecke-zur-diskussion-ueber-einen-betonpfosten/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/01/03/die-lautertalbruecke-zur-diskussion-ueber-einen-betonpfosten/#comments Tue, 03 Jan 2017 14:58:07 +0000 Administrator Allgemein Stadtpolitik / Kultur u. Medienkritik K.U.N.S.T. http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2017/01/03/die-lautertalbruecke-zur-diskussion-ueber-einen-betonpfosten/ Hier ein Beitrag zur Diskussion um den noch vorhandenen Pfeiler der alten Lautertalbrücke. Bei dieser Diskussion geht es um Bemühungen des Vereins für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V., der u.a. Mitglied der Initiative „Pfaff erhalten – Stadt gestalten“ ist, der Stadtverwaltung einen Erhalt jenes Autobahnpfostens abzuringen, der eigentlich durch den Bau der neuen Brücke überflüssig geworden ist und unnötig in der Gegend herumsteht. Der Verein wirft der Stadt, die diesen Pfeiler für nicht erhaltenswert erachtet ein „gestörtes Verhältnis zu Historischem“ vor. Doch ist die Historie gerade dieser 1937 (sic) eingeweihten Brücke doch sehr fragwürdig. Hierzu dokumentiere ich hier einen in der RHEINPFALZ nicht für als veröffentlichungswürdig gehaltenen und aussortierten Leserbrief:

Mein erster Gedanke bei der Durchsicht der Artikel und Leserbriefe zur Diskussion um den Erhalt/Abriss der Lautertalbrücke war: Klar sollte man diesen Pfeiler stehen lassen. Als Mahnmal. Auch ein Name fiel mir schon ein: Adolf-Hitler-Gedächnis-Vollpfosten.

Nun aber mal im Ernst. Wer mit Stolz auf diesen Sandstein verkleideten Stahlbetonträger zeigt und diesen erhalten will, zeitigt ein eher krudes Weltbild.

Ich weiss, dass die Autobahn keine Erfindung der Nazis war, obwohl einige immer noch dieser Ansicht sind und diesen falschen Rückschluss auf die Geschichte immer noch als Errungenschaft des Regimes ansehen. Aber gerade das 1937 eröffnete Reichsautobahnteilstück in und um Kaiserslautern hatte eine kriegswichtige Bedeutung und die Militärs hatten schon direkt nach der Installierung des NS-Regimes einen großen Einfluss auf die Planung und den Ausbau der Reichsautobahnen. Diese Rolle des Militärs verhalf der hiesigen RAB zu den flughafenähnlichen Ausbauabschnitten bei Ramstein. Die Bedeutung als schnelle Verbindung zur Westfront gen Frankreich ist ebenfalls nicht bestreitbar. Die mit dem Bau der Lautertalbrücke beauftragten Eisenwerke Kaiserslautern waren im Rüstungs- und Infrastrukturbereich Profiteure der Vorkriegsplanung, des Krieges selbst und somit des NS-Regimes. Während der Kriegsjahre war auch dort eine grössere Anzahl an Zwangsarbeitern unter miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen zugange.

Lauertal37

ltb

Ich finde es immer wieder faszinierend dass genau jene die der Stadtverwaltung und Hern Weichel Geschichtsvergessenheit unterstellen, selbst derart geschichtsvergessen agieren. Einen Betonpfeiler einer Autobahn mit fragwürdiger Geschichte mit der Spoliensäule oder den oftmals zu recht kritisierten Umgang der Stadtverwaltung mit Kunstwerken in der Stadt in einen Topf zu schmeissen empfinde ich als Missachtung jener Künstler, die versucht haben diese Stadt zu gestalten und diese gegenüber Kunst und Kultur zu öffnen.

Wie schon bei der Diskussion um das Pfaffgelände wird nur über Steine gesprochen und nicht über deren Geschichte.

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HJ Redzimski hat es geschafft: KL ist Großstadt http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/12/31/hj-redzimski-hat-es-geschafft-kl-ist-grossstadt/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/12/31/hj-redzimski-hat-es-geschafft-kl-ist-grossstadt/#comments Sat, 31 Dec 2016 14:35:00 +0000 Administrator Allgemein Stadtpolitik / Kultur u. Medienkritik http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/12/31/hj-redzimski-hat-es-geschafft-kl-ist-grossstadt/ Unser allseits beliebter Chefredakteur des RHEINPFALZ-Lokalblättchens „Pfälzische Volkszeitung“ hat es herbeigeschrieben und es ward Wirklichkeit: KAISERSLAUTERN IST GROSSSTADT. Statistisch. Nach einem im vorletzten Jahrhundert angelegten Rechenexempel. Nur eines hat unser HaJo Redzimski in seinem himmelhoch jauchzend ausgefallenen Hurra-Text vergessen zu erwähnen. Nämlich wem wir es zu verdanken haben, dass KL die Schwelle der 100.000 Einwohner beständig überschritten hat:

Es sind die Geflüchteten¹, die bei uns Aufnahme gefunden haben, und die nun hoffentlich längerfristig für „internationales Flair“ sorgen werden.

Und auch der DANK an all diejenigen, die sich um eine bestmögliche Aufnahme derer kümmern, die vor den von unserer Regierung mitangezettelten und durch Lieferungen unserer Waffenindustrie und nicht zuletzt der militärische Mitwirkung der Bundeswehr und unserer NATO-Verbündeten geführten Kriege, sowie anhaltender Ausbeutung und Verelendung durch lokale Handelsabkommen und verbrecherische Rohstoffimporte flüchteten, bleibt in der Rheinpfalz unerwähnt.

Es sind die Geflüchteten selbst und die vielen ehrenamtlich Aktiven die Kaiserslautern bunter machen, nicht die innerstädtischen Beleuchtungsorgien, durch die Konsumtempel a‘la „K in Lautern“ oder die institutionalisierte Stadtkultur.

Grüße an Shaian und die „Teachers on the Road“, sowie allen anderen Einzelpersonen die die hochgepriesene Kaiserslautrer Willkommenskultur wirklich mit Leben füllen.

In diesem Sinne

Auf ein buntes 2017

RWbunt

¹ kl-ist-bunt.de

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Eine Internationale Schule für Kaiserslautern? Es gibt besseres zu tun http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/10/18/eine-internationale-schule-fuer-kaiserslautern-es-gibt-besseres-zu-tun/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/10/18/eine-internationale-schule-fuer-kaiserslautern-es-gibt-besseres-zu-tun/#comments Tue, 18 Oct 2016 10:09:56 +0000 Administrator Allgemein Stadtpolitik / Kultur u. Medienkritik Auftragsarbeiten http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/10/18/eine-internationale-schule-fuer-kaiserslautern-es-gibt-besseres-zu-tun/ Ein weiterer Beitrag zur Diskussion um die Ansiedlung einer „Internationalen Schule“ in Kaiserslautern und ein etwas anderer Nutzungsvorschlag für das ehem. Kreiswehrersatzamt. Warum nicht ein internationales sozio-kulturelles Zentrum anstatt einer Eliteschule?

KwEa

Seit im August diesen Jahres das Bundesvermögensamt der Stadt Kaiserslautern das Angebot unterbreitet hat das Kreiswehrersatzamt zum halben Preis zu erwerben geistert mal wieder die nicht nur bildungspolitisch unsinnige Idee durch den Raum dieses Gebäude für die Schweizer Privatfirma Seelab AG zu erwerben, die dort eine Private Eliteschule eröffnen soll.

Der Oberbürgermeister, sowie andere dem Neoliberalismus nahestehende Parteien und Organisationen feiern diese sogenannte Internationale Schule als Standortfaktor und Eintrittskarte für die Ansiedlung international operierender Wirtschaftsbetriebe. Die CDU geht sogar soweit aus der bekannterweise leeren Stadtkasse das Kreiswehrersatzamt zum vollen Preis zu erwerben um eine, auf die mit dem 50%-Angebot verbundene lästige Festlegung auf eine 10jährige öffentliche Zweckbindung zu umgehen. Dies wird allen Ernstes zur Zeit geprüft.

Zur Erinnerung: Diese Internationale Schule verlangt von ihrer ausgewählten Kundschaft Schulgelder von mindestens 13000 Euro jährlich und bietet dafür noch nicht einmal einen Zugang zu einem in Deutschland geltenden Abitur an. Deshalb ist ja auch eine Summierung der Schule unter einer öffentlichen Zweckbindung von vornherein auszuschließen. Als Kunden für diesen Schultyp kommen also nur Extremgutverdiener in Frage, die mehr oder minder auf der Durchreise sind, da deren Kinder (und dies ist der eigentliche Vorteil dieses Schultyps) in vielen anderen Ländern direkt weiterbeschult werden können. Weiter konnten die Befürworter einer Ansiedlung bisher nichts vorlegen, was die Auslastung des Schultyps in Kaiserslautern belegt und um welche Kundschaft es sich eigentlich handelt. Die konkretesten Äußerungen hierzu kamen bisher aus Landstuhl. Die Stadt hatte sich im letzten Jahr auch für eine Ansiedlung ins Gespräch gebracht. Der dortige Stadtbürgermeister sprach in einem Rheinpfalz-Artikel vom März 2015 von einem großen Interesse aus dem NATO-Umfeld. Das ist in Anbetracht der oben genannten Kundenausrichtung naheliegend. Was ein solches Interesse mit auf wirtschaftlicher Entwicklung fußenden Argumenten der politischen Akteure hier in Kaiserslautern zu tun hat ist daher nicht wirklich nachvollziehbar.

Abgesehen davon, das es sich bei der Internationalen Schule um eine nur als reaktionär zu bezeichnendes, auf Elitebildung und Exklusion ausgerichtetes Bildungsinstitut handelt gibt es also keinerlei Grundlage warum eine hochverschuldete Stadt wie Kaiserslautern Steuergelder dafür aufwenden soll die Bildung von finanziell äußerst komfortabel ausgestatteten Eliten zu ermöglichen. Es stellt sich hier die Frage, warum die Trägerin dieser Schule sich nicht ein eigenes Gebäude auf den freien Immobilienmarkt besorgt.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Wir sind durchaus dafür, gerade unter den vom Bundesvermögensamt dargestellten Bedingungen, die Immobilie Kreiswehrersatzamt zu erwerben. In Anbetracht der Herausforderungen die mit der Integration der in Kaiserslautern angelandeten Flüchtlinge verbunden sind, wäre z.B. die Schaffung einer soziokulturellen Einrichtung wie eines städtischen Begegnungszentrums mit gut ausgestatteten Räumen für Deutschkurse, die Weiter- bzw. Ausbildung von Geflüchteten sowie Räume für den kulturellen Austausch dringend geboten. In Kaiserslautern gibt es viele ehrenamtlich agierende Gruppen, sowie Menschen aus der freien Kulturszene die in der Lage sind aus den gegebenen Möglichkeiten etwas zu schaffen was mehr Internationale Schule beinhaltet als elitäre Privatschulen je leisten können.

Die zweite Hälfte des Gebäudepreises, den manche CDU-Mitglieder bereit sind draufzulegen kann man sich dann sparen, oder besser noch für die Ausstattung und den Betrieb eines soziokulturellen Internationalen Zentrums nutzen.

Flüchtlinge willkommen heißen – Das Zusammenleben stärken

Erschienen im Amtsblatt Kaiserslatutern vom 13.10.2016 (pdf)

Foto entnommen aus kl-ist-bunt.de. keine weiteren Angaben.

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Roachhouse, das wars – Ein subjektiver Blick zurück: http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/10/13/roachhouse-das-wars-ein-subjektiver-blick-zurueck/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/10/13/roachhouse-das-wars-ein-subjektiver-blick-zurueck/#comments Thu, 13 Oct 2016 12:33:02 +0000 Administrator Allgemein Stadtpolitik / Kultur u. Medienkritik K.U.N.S.T. http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/10/13/roachhouse-das-wars-ein-subjektiver-blick-zurueck/ „Freiraum ist subjektive Freiheit in objektiver Unfreiheit = Distanz von der Realität inmitten der Realität.“*

Das Roachhouse war in den letzten 6 ½ Jahren das Vereinsheim des alternativen Kulturvereins Kutur ohne Kommerz KL e.V. „K.o.K.-roaches“. In dieser Zeit wurde es zu einem wichtigen sozio-kulturellen Treffpunkt für Jugendliche, politisch Aktive, Kulturinteressierte, Kulturschaffende, Musiker*innen und zuletzt auch Geflüchtete. In eigenen Projekten, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der freien Kulturszene und politischen Gruppierungen in Kaiserslautern wurden in diesen Räumen verschiedenste Initiativen von Festivals bis zu gemeinsamen Aktivitäten gegen Rechts entwickelt. Dazu kamen Workshops und im letzten Jahr ein sozialer Treffpunkt sowie ein Raum für Deutschkurse in Kaiserslautern angelandeter Geflüchteter.

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Über diese Aktivitäten im politischen Raum und in der Vermittlung nichtsubventionierter eigenverantwortlicher Kulturarbeit war das Roachhouse vor allem bekannt für ein eigenwilliges Konzert- und Sessionangebot das Musiker aus aller Welt (England, Irland, Italien, den USA und Israel etc.) nach Kaiserslautern brachte. Die meist akustischen Konzerte zogen Musikliebhaber*innen verschiedenster Generationen an und zeigte, dass es auch in direkter Kooperation mit Künstlern und mit geringen Mitteln möglich ist ein breitgefächertes und hochwertiges Programm zu präsentieren.

Zum Ende Oktober wurde der Mietvertrag für diese Räumlichkeiten vom Hauseigentümer gekündigt, ohne das alternative Räume bereitstehen in denen diese Arbeit weitergeführt werden kann. Das dies irgendwann passieren wird müsste eigentlich allen Beteiligten klar gewesen sein. Schon seit Jahren wurden die Beschwerden häufiger und die Regelsetzungen rigider, so dass auch das Gefühl im Roachhouse wirklich einen Freiraum zur Verfügung zu haben nicht mehr richtig aufkam. Auch ist damals bei Unterzeichnung des Mietvertrages niemand davon ausgegangen, dass der Verein so lange Zeit in diesen Räumen bleibt. Doch kam es nie dazu selbsttätig den nächsten Schritt zu tun. Dazu gibt es verschiedenste Gründe.

Zum Einen: Die Tatsache, dass die von den KoKroaches entwickelte Möglichkeit die geschaffenen Räumlichkeiten als Melting Pot für die damals im sich im Aufbruch befindende freie Kulturszene zu begreifen von anderweitig organisierten Kultur- und Politaktivist*innen nicht angenommen wurde. Statt von teilweise unterschiedlichen Vorstellungen zu einer gemeinsamen Schnittmenge mit dem Ziel eines selbstverwaltetes Kulturzentrums zu kommen kochte mensch lieber sein eigenes Süppchen. Dadurch entstanden Parallelszenen, die in einer Stadt wie Kaiserslautern zwar für den Moment die Angebotsvielfalt erhöhten, doch langfristig nicht tragen konnten. Zielgerichtete Diskussionen über Inhalte und die Entwicklung von Gemeinsamkeiten wurden einem Aktionismus geopfert, der nicht weiter führte als zu verschiedenen Initiativen, die eine der Gruppen alleine nicht stemmen konnte (siehe Einvierteltakt, Schön*raus, das Freiräume-Fest). Über das Gelingen der Veranstaltung hinaus war oftmals keine Zielsetzung zur Weiterentwicklung hin zu einer gemeinsamen Perspektive zu erkennen. Die Nachbereitung beschränkte sich in den meisten Fällen auf das Aufräumen und Geld zählen.

Aber auch bei den KoKroaches höchstselbst wurde, wie mensch im Nachhinein erkennen muss, sich zu wenig mit der eigenen Zielsetzung und den selbst gesetzten Vorgaben (Satzung und Selbstverständnis) die dort hin führen sollten auseinandergesetzt. Auch hier war die Aktion, das Konzert, die Veranstaltung und technische Lösungen anfallender Probleme wichtiger als inhaltliche Auseinandersetzungen, was schliesslich auch dazu führte, dass Brüche entstanden die bis zum heutigen Tag nicht aufgearbeitet wurden. Zu dem gab es zuviele Mitläufer*innen und zuwenige die für einen Verein mit vielfältigen kulturellen und politischen Aktivitäten und gewachsener Außenwirkung wirklich Verantwortung übernommen haben.

Ein anderer wichtiger Punkt: Es wurde nie ein Bewusstsein sichtbar, das politische und kulturelle Arbeit gezielt miteinander verknüpft hat. Das Politische wurde von vielen Politaktivist*innen oft bewusst oder unbewusst von den kulturellen Bedürfnissen abgekoppelt. Gleichsam wurde und wird in Künstler*innenkreisen oftmals die kommerzielle Wertschöpfung dem kreativen Umarbeiten der Welt und Suche nach einem Vorschein des Neuen im Sinne utopisch überschreitender Kunst (E.Bloch) vorgezogen. Die wenigen Menschen in Kaiserslautern, die dazu willens und in der Lage waren bzw. sind wurden nicht wirklich erreicht.

Von der Aufbruchstimmung, die vor 2-3 Jahren selbst für die politisch Verantwortlichen in der Stadt spürbar wurde und das Gefühl, dass in Kaiserslautern wirklich etwas geschieht, dass die Strukturen des institutionalsierten Kultur und Politbetriebs aufsprengt und langfristige Wirkungen haben könnte, ist jetzt nichts mehr übrig. Was bleibt sind die kleinen Oasen der Hipsterkultur (Poetry Slam) und eine grössere Bandbreite an Kneipen- bzw. Akustikkonzerten, meistens so teuer, das zumindest ich mir den Besuch nicht leisten kann. Die städtische Kulturpolitik labt sich derweil am Übriggebliebenen und betrachtet dies als Wertschöpfungspotential für die Aufwertung heruntergekommener bzw. neuentstehender Stadtviertel. Kurzum: Im Moment scheint kein Freiraum in Sicht, der diesen Namen auch verdient.

Doch vielleicht haben Einzelne durch das Roachhouse eine Idee von dem bekommen, was die Menschen, die dort angefangen haben etwas aufzubauen im Blick hatten.

„Dass Realität alternativlos ist, heißt nicht, dass sie notwendig ist, wie sie ist.“*

Auf ein Letztes: 17.10. -22.10.2016 LAST EXIT ROACHHOUSE – Die Abschiedskonzerte

* beides: Marcus Steinweg, Notiz zur Realität, 2013

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Die US-Airbase Ramstein ist kein Abenteuerspielplatz http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/08/31/die-us-airbase-ramstein-ist-kein-abenteuerspielplatz/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/08/31/die-us-airbase-ramstein-ist-kein-abenteuerspielplatz/#comments Wed, 31 Aug 2016 20:00:01 +0000 Administrator Allgemein Stadtpolitik / Kultur u. Medienkritik Auftragsarbeiten http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/08/31/die-us-airbase-ramstein-ist-kein-abenteuerspielplatz/ „Werben fürs Sterben“ im Sommerferienprogramm der Stadt Kaiserslautern

Wer das letzte Amtsblatt (Ausgabe vom 25.08.2016) (Seite1, unten) gelesen hat musste mit Erstaunen und Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen, dass ausgerechnet ein Ausflug von Kindern und Jugendlichen auf das Gelände der durch völkerrechtswidrige Drohnenangriffe mit hunderten von toten Zivilisten zum wiederholten Male in Verruf geratene US-Luftwaffenbasis Ramstein als Beispiel für die Sinnhaftigkeit und den Erfolg des städtischen Kinderferienprogramms herhalten sollte. Ohne Zweifel: Das Kinderferienprogramm ist eine gute und wichtige Einrichtung und sollte auch weiterhin unterstützt werden. Doch weckt dieser Ausflug große Zweifel an einer möglichst verantwortlichen Auswahl der Inhalte durch den Stadtjugendpfleger Herrn Schirras. Wie richtig im Amtsblatt-Artikel zu diesem Ausflug erwähnt ist die Airbase in Ramstein „der größte Militärflughafen in der Mitte Europas“ und somit auch eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste NATO-Drehkreuz für die Verteilung von Kriegsgerätschaften überhaupt. Wurde den Kindern erklärt, dass mit den durch die Galaxy verladenen Waffen Menschen getötet, verletzt, ihre Heimstätten zerstört und ganze Dörfer und Städte dem Erdboden gleichgemacht werden?

Gerade in Anbetracht der unrühmlichen Rolle, die US-Armee und NATO-Verbündete die letzten Jahrzehnte hindurch in den immer noch von Krieg und Zerstörung heimgesuchten Regionen des Nahen Ostens, vom Irak über Libyen bis zur derzeitigen Eskalation in Syrien spielten und spielen, sollten solche Verharmlosungen wie die Besichtigung eines Golfplatzes, eines Hotels und vor allem die Kinderaugen in ehrfurchtsvolles Staunen versetzende Präsentation des Laderaums einer Galaxy unterlassen werden. Sie sind in diesem Falle eher unter dem Tatbestand der bewussten Täuschung von Schutzbefohlenen über Sinn und Zweck dieser Militäreinrichtung einzuordnen. Dies ist zwar kein strafrechtlicher Tatbestand, aber gehört zur Klaviatur militärischer Propagandaaktivitäten, die in einem Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche nichts zu suchen haben.

Als wäre es nicht genug, dass die Bundeswehr im Rahmen ihrer Anwerbemaßnahmen bei Aktionstagen, Messen und anderen Möglichkeiten Kindern Militärgerät in die Hand drückt bzw. besteigen lässt, als wäre Krieg ein Spiel und hätte nichts mit Töten und Zerstören zu tun. Schon seit Jahren wird in Schulen das Kriegshandwerk verharmlosend dargestellt und z.B. zu Planspielen heruntergebrochen um so weiteres Menschenmaterial für die militärischen Abenteuer der Machthaber der westlichen Welt zu gewinnen. Wer sich für ein friedliches Zusammenleben der Völker ohne den Tod tausender Toter Zivilisten und Millionen von Flüchtenden einsetzt, muss solche Aktivitäten wie den „Ausflug“ von Kindern und Jugendlichen auf die US-Airbase in Ramstein ablehnen.

Ein Besuch in einem der vielen Flüchtlingsunterkünfte in Kaiserslautern und Umgebung wäre da eine sinnvolle Alternative gewesen, die mit dem Erkenntniswert, dass diese aus Not, Elend und nicht zuletzt kriegerischen Auseinandersetzung geflohenen Eltern und Kinder Menschen wie Du und Ich sind, die ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und Frieden haben.

Für Alle, die sich gegen die weiter um sich greifende Militarisierung unserer Gesellschaft und für ein friedliches Zusammenleben einsetzen, hier noch ein Aktionsvorschlag:
Kundgebung und Demonstration zum Antikriegstag am 1. September 2016 in Kaiserslautern,
Beginn um 17Uhr am Philipp-Mees-Platz.

Hinweis: Dieser Artikel war als Beitrag der Fraktion der Partei „Die Linke“ im Stadtrat für die aktuelle Amtsblatt-Ausgabe (1.09.2016) vorgesehen , wurde aber nicht veröffentlicht. Begründung: „Der Text beinhaltet einen direkten Angriff gegen die Amtsblattredaktion sowie insbesondere gegen Herrn Schirra und greift zudem ein Thema auf, das mit der Stadtpolitik nichts zu tun hat“. Meiner Meinung nach trifft keines der genannten ablehnungsbegründungen zu. Der Text beinhaltet weder persönliche, in irgendeiner Form unsachliche Angriffe auf die Amtsblatt-Redaktion oder den Stadtjugendpfleger, noch bezieht er sich auf ein Thema, das mit Stadtpolitik nichts zu tun hat. Es geht ja schließlich um das Sommerferienprogramm unter städtischer Verantwortung. Daher empfinde ich Zensur als den passenden Begriff für das Verhalten der verantwortlichen Redaktion. Welches Politikverständnis hinter einer solchen Maßnahme steckt sollen die Leser*innen beurteilen.

Nachtrag: Der Artikel erschien nach längerem Hin-und-Her dann in einer stark heruntergekürzten und abgeschwächten Version im Amtsblatt vom 22.09.2016. Die Diskussionen um den Eingriff von OB Weichel in die redaktionellen Abläufe zwecks Vorzensur und die einseitige Festlegung von Kriterien zur inhaltlichen Konsistenz von Artikel aus den Stadtratsfraktionen seinerseits sind keineswegs abgeschlossen.

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Stadtbilder MA – Montage http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/08/12/stadtbilder-ma-montage/ http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/08/12/stadtbilder-ma-montage/#comments Fri, 12 Aug 2016 12:58:55 +0000 Administrator Allgemein K.U.N.S.T. http://notizenausderprovinz.blogsport.de/2016/08/12/stadtbilder-ma-montage/ MAntage
Bilder vom 9.08.2016
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